Steuererklärung für Kleinunternehmer


Kleinunternehmer sind steuerpflichtig und müssen zum Ende eines Geschäftsjahres eine Steuerklärung abgeben. Anhand der Angaben aus der EÜR (Einnahmen-Überschuss-Rechnung) legt das Finanzamt fest, wie hoch die Steuern sind, die der Kleinunternehmer auf sein Einkommen entrichten muss.

Jeder Kleinunternehmer, dessen Umsätze 17.500 Euro im Jahr nicht übersteigen, kann sich von der Verpflichtung zur Zahlung der Umsatzsteuer befreien lassen. Das erleichtert im Allgemeinen den buchhalterischen Aufwand und ist weniger bürokratisch. Natürlich kann jeder Kleinunternehmer optional auch eine andere Entscheidung treffen. Das hat dann zur Folge, dass er in seinen Rechnungen verpflichtet ist, die Umsatzsteuer auszuweisen und diese dann an das Finanzamt abzuführen. Gleichermaßen ist er dann aber auch zum Vorsteuerabzug berechtigt. Diese Entscheidung lohnt sich immer dann, wenn die Umsätze entsprechend hoch sind und über das Geschäftsjahr gerechnet auch einiges an Vorsteuer anfällt.

Basis für die Steuererklärung ist eine ordnungsgemäße Buchführung, die die Grundlage für die Gewinnermittlung bildet. Über das Internet hat der Kleinunternehmer auch die Möglichkeit, bestimmte Buchführungsprogramme zu kaufen oder zu mieten, die dann am Jahresende die Gewinnermittlung erheblich erleichtern. Kleinunternehmer, die sich mit der Buchhaltung dennoch nicht anfreunden wollen und für die alles, was damit zusammenhängt, eher ein Buch mit sieben Siegeln ist, sind gut beraten, wenn sie sich für derartige Aufgaben an einen Steuerberater wenden oder die Angebote bestimmter Buchführungsunternehmen nutzen, die sich darauf spezialisiert haben, die Buchführung für Kleinunternehmen abzuwickeln.

Wer eine ordentliche Steuererklärung abgeben möchte, ist von Beginn an gezwungen, eine entsprechende Buchführung zu machen, um den Aufwand am Jahresende so klein wie möglich zu halten. Jeder steuerpflichtige Kleinunternehmer ist dennoch gut beraten, sich zumindest grob mit den Fragen der Buchführung und der Steuern zu beschäftigen, weil unternehmensrelevante Entscheidungen oft auch Auswirkungen über die zu entrichtenden Steuern haben. So kann es beispielsweise vorteilhaft sein, die geplante Anschaffung eines PKWs für das Unternehmen vorzuziehen, um Steuern zu sparen oder noch zum Ende eines Geschäftsjahres einen Vertrag für die private Altersvorsorge abzuschließen, deren Beiträge dann steuermindernd geltend gemacht werden können.

In den letzten Jahren sind die Anforderungen an die Steuerpflichtigen immer umfassender geworden, sodass eine einfache Aufstellung der Einnahmen und eine Auflistung aller Ausgaben oft nicht mehr ausreichend sind, um bestimmte Steuervorteile in Anspruch zu nehmen.