Sozialversicherung bei Kleinunternehmern


Jeder Kleinunternehmer ist vom Gesetzgeber her verpflichtet, eine Krankenversicherung abzuschließen. Dabei können Kleinunternehmer zwischen der privaten und der gesetzlichen Krankenversicherung wählen.

Gerade Kleinunternehmer, die noch jung sind, zahlen für für eine Private Krankenversicherung relativ günstige Beiträge. Hierbei muss aber immer die persönliche Situation berücksichtigt werden. Das gilt insbesondere dann, wenn auch Frau und Kinder mitversichert werden sollen. Denn für diese muss dann ebenfalls eine separate Versicherung abgeschlossen werden, während in der gesetzlichen Krankenversicherung die Möglichkeit der kostenlosen Familienversicherung besteht.

Kleinunternehmer haben ebenfalls die Möglichkeit, die gesetzliche Krankenversicherung zu wählen. Sie werden dadurch freiwilliges Mitglied und zahlen in den ersten Jahren, in denen der Gewinn eines Jahres unter 15.200 Euro liegt, einen ermäßigten Beitragssatz, der sich momentan bei etwas über 200 Euro im Monat bewegt.

Weiterhin hat der Kleinunternehmer als Existenzgründer die Möglichkeit, eine Arbeitslosenversicherung abzuschließen, die für den Fall greift, dass die Selbständigkeit scheitert und der Kleinunternehmer sein Gewerbe wieder aufgeben muss. Diese Versicherung ist freiwillig und erfolgt auf Antrag. Derzeit kostet sie monatlich nicht einmal 20 Euro und ist durchaus empfehlenswert, da der Kleinunternehmer durch den Abschluss einer Arbeitslosenversicherung später auch Anspruch auf Arbeitslosengeld hat und nicht sofort in die Sozialhilfe rutscht, wenn er mit dem Unternehmen scheitert.

Jeder Kleinunternehmer muss seine Altersvorsorge selbst organisieren. Während die Gründer einer Ich-AG noch verpflichtet waren, in die gesetzliche Rentenversicherung einen Mindestbeitrag einzuzahlen, müssen Selbständige, die sich mithilfe des Gründungszuschuss selbständig machen, diese nicht mehr zwingend abschließen. Aber gerade für Existenzgründer, die vor 1961 geboren sind und die noch einen gesetzlichen Anspruch auf Erwerbsunfähigkeitsrente besitzen, empfiehlt es sich, den Mindestbeitrag in der gesetzlichen Rentenversicherung freiwillig weiter zu bezahlen, um diesen Anspruch auch aufrechtzuerhalten.

Um den Anspruch auf Zahlung einer Rente für die Jahre der Selbständigkeit zu sichern, muss der Kleinunternehmer eine private Rentenversicherung abschließen. Hier empfiehlt sich die Basisrente (auch als Rürup-Rente bekannt), denn die Beiträge dafür werden steuerlich begünstigt.

Solange der Kleinunternehmer den Gründungszuschuss bezieht, reichen die 300 Euro, die extra gezahlt werden, für die Sozialversicherungsbeiträge aus. Später muss das Geld für die Beiträge durch die Leistungen des Unternehmers erwirtschaftet werden. Werden monatlich ordentliche Einnahmen erzielt, sollte ein Teil immer für die Sicherung der privaten Vorsorge verwendet werden.