Kleinunternehmer Rechnung


Jede Rechnung, die ein Kleinunternehmer für erbrachte Leistungen erstellt, muss nach § 14 Absatz 4 des Umsatzsteuergesetzes bestimmte Pflichtangaben enthalten. Zu diesen gehören:

  • der Name und die Adresse desjenigen, der die Leistung erbracht hat
  • Name und die Anschrift des Rechnungsempfängers
  • die Steuernummer bzw. die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Kleinunternehmers
  • das Datum der Rechnungslegung
  • die fortlaufende Rechnungsnummer
  • die Menge und die Art der erbrachten Leistung
  • eventuell eingeräumte Skonti oder Rabatte
  • den anzuwendenden Steuersatz und Betrag oder den Hinweis auf Nullbesteuerung bei Anwendung der Kleinunternehmerregelung
  • den konkreten Zeitpunkt der Leistungserbringung oder Warenlieferung
Die genannten Punkte müssen zwingend Beachtung finden. Fehlen von den genannten Angaben in der Rechnung einige, ist die Rechnung nicht ordnungsgemäß, sodass der Rechnungsempfänger berechtigt ist, den Rechnungsbetrag zurückzuhalten. Grundsätzlich muss für jede Leistung, die für eine juristische Person erbracht wurde, eine Rechnung erstellt werden, nur bei Leistungen für Privatpersonen ist die Erstellung einer Rechnung nicht gesetzlich vorgeschrieben.

Jeder Unternehmer ist verpflichtet, Kopien der erstellten Rechnungen bis zu zehn Jahre aufzubewahren. Gleiches gilt auch für im Zusammenhang mit der gewerblichen Tätigkeit erhaltene Rechnungen. Dabei beginnt die Frist zur Aufbewahrung mit dem Ende des Jahres, in dem die Rechnung erstellt wurde. Praktisch heißt das, für alle in 2009 erstellten Rechnungen eines Unternehmers beginnt die Aufbewahrungsfrist zum Jahresende 2009 und endet dann erst am Ende des Jahres 2019.

Etwas anders sind die gesetzlichen Vorschriften zur Rechnungslegung bei Rechnungen, deren Betrag 150 Euro nicht übersteigt. Hier ist weder die Angabe der Steuernummer, noch die einer fortlaufenden Rechnungsnummer erforderlich und auch die Umsatzsteuer, sofern erhoben, muss nicht als Betrag ausgewiesen werden. Es reicht, wenn die Rechnung den Gesamtbetrag enthält und die Angabe des anzuwendenden Steuersatzes oder der Hinweis auf Nullbesteuerung.

In einigen Fällen rechnet der Empfänger einer Leistung durch die Erteilung von Gutschriften mit dem Unternehmer ab. Diese Gutschriften können auch von Dritten ausgestellt werden, die vom Empfänger der Leistung lediglich beauftragt wurden, in seinem Namen und auf dessen Rechnung abzurechnen. Auch die Erbringung von steuerfreien Umsätzen kann über eine Gutschrift abgerechnet werden.

Kleinunternehmer weisen die Umsatzsteuer auf ihren Rechnungen nicht aus, sie dürfen aber parallel dazu auch keine Vorsteuer aus Eingangsrechnungen abziehen.